Termine

]a[ Akademie der bildenden Künste Wien
Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften

Dr. Jens Kastner. Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2011

Ästhetik und Kunstsoziologie I (Vorlesung)
040085 Herrschaft und Geschmack. Pierre Bourdieus Kunsttheorie in der Diskussion
Zweiwöchentlich Mittwochs, 10-13h, Raum M13

Ästhetik und Kunstsoziologie III (Seminar)
040082 Ästhetisches Regime oder ästhetische Disposition. Bourdieu vs. Rancière
[gemeinsam mit Prof. Dr. Ruth Sonderegger]
Zweiwöchentlich Dienstags, 10-13h, Raum M13

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Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2010
Jeweils dienstags, 10-13 Uhr, Raum M13.

040087 Ästhetik und Kunstsoziologie II (Vorlesung)
„Nützliche Schemata“
Grundbegriffe, Ansätze und Konzepte der kritischen Kulturtheorien
Antonio Gramsci hatte die Voraussetzungen für gesellschaftliche Transformationen – ebenso wie die für deren Verhinderung oder Ausbleiben – in den Denk- und Wahrnehmungsschemata der Menschen verortet: „Nützliche Schemata“ seien dies, insofern sie erstens die Einteilung und Klassifizierung der sozialen Welt ermöglichten und diese dadurch zweitens handhabbar machten. Gramsci stellt nur einen der Ausgangspunkte dar, von denen aus kulturtheoretische Zeitdiagnosen sich mit politischem Engagement verknüpften, sei es in den britischen Cultural Studies, in den lateinamerikanischen Estudios Culturales und selbst in den französischen und deutschsprachigen Kultursoziologien. Die unterschiedlichen konzeptuellen Versuche, dabei die viel gescholtene „Kulturalisierung des Sozialen“ zu vermeiden, werden in der Vorlesung anhand einzelner Begriffe, Konzepte und auch theoretischer Genealogien herausgearbeitet. Die Überlappungen kritischer Kulturstudien zum Feminismus und anderen sozialen Bewegungen ebenso wie zu künstlerischen Praktiken werden dabei weitere Schwerpunkte der Vorlesung bilden.

Termine: 09.03., 23.03., 20.04., 04.05., 18.05., 01.06., 15.06., 29.06.


040089 Ästhetik und Kunstsoziologie III (Seminar)
Soziologie des Regimes

Akkumulationsregime, ästhetisches Regime, Blickregime, Geschlechterregime, Grenz- und Migrationsregime, Wahrheitsregime, Zeichenregime etc. – eine ganze Reihe von Regime-Begriffen hat in den letzten Jahren kulturtheoretische und politische Debatten geprägt. Anders als in der alltagsgebräuchlichen Rede vom „politischen Regime“ bezeichnet der Begriff zwar in der Regel ein Dominanzverhältnis, jedoch nicht vornehmlich einen Repressionszusammenhang: Das Regime unterdrückt nicht nur, sondern produziert auch, bringt hervor, motiviert und aktiviert. Im Seminar sollen die verschiedenen Regime-Begriffe im Kontext ihrer theoretischen Ansätze herausgearbeitet, erläutert und auf ihre kultur- und sozialtheoretische Reichweite hin diskutiert werden.

Termine: 16.03., 13.04., 27.04., 11.05., 08.06., 22.06.


Ringvorlesung Theoretische Ansätze und Methoden
Dienstags 18-20 Uhr, Raum M13.
Programm [download als pdf]

TU Wien
Institut für Kunst und Gestaltung
264.070 Modul 22 Kunsttransfer
264.026 | Kunst im öffentlichen Raum
Vorlesung: Die Verhandlungssache öffentlicher Raum und Kunst als reflexiver Interventionismus

Termine: Mittwochs, 10-13 Uhr, 17.03., 24.03., 14.04., 28.04., 12.05., 26.05., 09.06., 23.06.

Kunst im öffentlichen Raum (KiöR) hat im Allgemeinen den Anspruch, über das spezialisierte Publikum der Kunstinstitutionen hinaus breitere Rezipientenkreise zu erreichen. Das dahinter stehende Interesse kann von rein dekorativen über umweltgestalterische Ansprüche bis zu subversiven Absichten und politischen Manifestationen reichen. Grundlage für die Mehrzahl der interessanteren Ansätze ist die Forderung der historischen Avantgarden nach einer Aufhebung der Trennung von Kunst und Lebenspraxis. Immer mehr wird KiöR aber auch von firmen- oder (kommunal-)politischen Interessen als wettbewerbsstrategischer Faktor begriffen. Die Frage, was den öffentlichen Raum überhaupt als solchen konstituiert, rückt dadurch wieder in Zentrum der Auseinandersetzung. Zur Verhandlungssache wird der öffentliche Raum insofern auf zwei verschiedenen Ebenen: Haben KünstlerInnen durch ihre Interventionen den öffentlichen Raum erst als solchen ausgehandelt, steht er innerhalb der gegenwärtigen Privatisierungstendenzen als finanzielle Verhandlungsmasse zur Disposition. Vor diesem Hintergrund widmet sich die Vorlesung den politischen Potenzialen von Kunst im öffentlichen Raum. Dabei wird sowohl ein Überblick über die theoretischen Debatten gegeben, als auch ein Einblick in historische künstlerische Praktiken vermittelt. Dass die Geschichte der Kunst im öffentlichen Raum als westeuropäisch-nordamerikanisches Narrativ zu ihrem Verständnis entscheidende Tendenzen ausblendet, sollen Beispiele Kunstpraktiken aus Lateinamerika verdeutlichen.


Universität Wien
Projektstudiengang Internationale Entwicklung

Seminar (gemeinsam mit Luz Kerkeling, M.A.):
140461: "Modernisierung" in Mexiko

Termine:
Freitag, 26.03.2010, 11-13h
Samtag, 24.04.2010, 10-18h + Sonntag, 25.04.2010, 11-15h.
Samstag, 12.06.2010, 10-18h + Sonntag, 13.06.2010, 11-15h.